Wenn Du stillst, kann eine Milchpumpe eine wahnsinnige Unterstützung in Deinem Alltag sein. Anstatt dir selbst eine Milchpumpe zuzulegen, kannst Du dir diese auch in einer Apotheke ausleihen. Unter bestimmten Voraussetzungen übernimmt sogar die Krankenkasse die Kosten.

Milchpumpe leihen: Kostenübernahme, Leihdauer und Co.

Wenn Du stillst, kann eine Milchpumpe eine wahnsinnige Unterstützung in Deinem Alltag sein, vor allem wenn Du mit Stillproblemen zu kämpfen hast oder wieder in den Berufsalltag starten möchtest. Falls Du aus medizinischen Gründen Milch abpumpen musst, kommt in der Regel die Krankenkasse für die Kosten auf. Ein Kinderarzt/ eine Kinderärztin oder ein Gynäkologe/ eine Gynäkologin kann dir ein Rezept ausstellen, mit dem Du dir auf Kosten der Krankenkasse eine hochwertige Milchpumpe in einem Sanitätshaus oder in einer Apotheke leihen kannst. Unter bestimmten medizinischen Voraussetzungen wird ein Rezept ausgestellt, das können unter anderem sein:

Medizinische Indikationen der Mutter:

Medizinische Indikationen des Kindes:

Wie lange kann ich eine Milchpumpe leihen und wie hoch sind die Kosten?

In der Regel gilt die Dauer der Leihgabe zwei bis vier Wochen, falls Du die Milchpumpe noch länger benötigst, kannst Du ein Folgerezept beantragen, diese kannst Du in der Regel bis maximal sechs Monate erhalten. Wenn die Krankenkasse die Kosten übernimmt, musst Du lediglich eine Kaution (meist zwischen 20 und 100 Euro, je nach Apotheke) hinterlegen, die Du bei Rückgabe zurückbekommst. In der Regel bekommst Du ein Einzelpumpset gestellt, möchtest Du ein Doppelpumpset, musst Du für letzteres selbst aufkommen. Informiere Dich am besten bei Deiner Krankenkasse, unter welchen Voraussetzungen Du eine Milchpumpe auf Rezept bekommst. Bei privat Versicherten werden die Kosten in der Regel nicht übernommen. Aber auch hier gilt, sich bei der Krankenkasse zu informieren. 

Wenn Du einfach so eine Milchpumpe haben möchtest, ohne dass eine medizinische Indikation vorliegt, kannst Du dir diese trotzdem in der Apotheke leihen, allerdings kommt die Krankenkasse hier nicht für die Kosten auf. Du solltest dir vorher die Frage stellen, ob Du eher eine Hand- oder eine elektrische Milchpumpe haben möchtest. Handpumpen bieten sich beispielsweise an, wenn Du nur ab und zu Milch abpumpen möchtest, z.B. wenn Du einen Arzttermin hast oder mal länger aus bist. Elektrische Milchpumpen sind empfehlenswert, wenn Du regelmäßig abpumpst, da diese sehr einfach in der Handhabung sind. Hier kannst Du die Vor- und Nachteile von manuellen und elektrischen Pumpen nochmal im Detail nachlesen.

In den meisten Fällen lohnt es sich, eine elektrische Milchpumpe zu leihen. In der Regel fallen hier ca. zwei bis drei Euro pro Tag an, also etwa 60 – 90 Euro im Monat. Meistens bekommst Du eine Einweisung vom Apothekenpersonal, Deine Hebamme kann dir  allerdings auch dabei helfen. Ein wichtiger Punkt bei Milchpumpen, vor allem bei geliehenen Varianten, ist die Reinigung, um Infektionen zu vermeiden. Du solltest die Milchpumpe nach jeder Nutzung sterilisieren und dir vor der Nutzung die Hände waschen. Hier kannst Du im Detail nochmal nachlesen, wie Du Milchpumpen reinigen musst. Du möchtest die abgepumpte Muttermilch richtig lagern? Hier eine kurze Übersicht:

AufbewahrungsortZeitraumTemperatur
Kühlschrank3 Tage4 bis 6 °C
Raumtemperatur6 bis 8 StundenBis 26 °C
Kühltasche mit Kühlpack24 StundenMind. 1 Kühlpack
Eisfach (Kühlschrank)1 bis 2 Wochen-15 °C
Tiefkühler3 bis 4 Monate-16 bis -20 °C

Referenzen:

Deutscher Hebammenverband e.V. Aufbewahrung von Muttermilch. 2014.

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