Heiserkeit, ein bellender Husten und ein entzündeter Kehlkopf: Die Atemwegserkrankung Pseudokrupp folgt oft auf eine harmlose Erkältung. Lies hier, was es damit auf sich hat und wie Du die Atemwegserkrankung erkennst.

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Pseudokrupp : Was sind die Ursachen?

Bellender Husten, Heiserkeit und Atemnot: Die Atemwegserkrankung Pseudokrupp folgt oft auf eine harmlose Erkältung oder einen grippalen Infekt. Der Kehlkopf ist in der Regel entzündet und führt zu Atemwegsbeschwerden. Pseudokrupp wird u.a. durch RS– oder Influenzaviren ausgelöst, in wenigen Fällen kann sie jedoch auch durch allergische Reaktionen (z.B. Tierhaare oder Hausstaubmilben) oder bakterielle Infektionen entstehen. Vor allem Kinder bis zum sechsten Lebensjahr sind betroffen, da Luftröhre und Kehlkopf in dieser Zeitspanne noch nicht vollends geweitet sind. Studien zufolge kann Tabakrauch das Auftreten der Erkrankung begünstigen und den Verlauf der Krankheit verschlimmern. Etwa 10 – 15% aller Kinder erkranken einmal in ihrem Leben an einem Pseudokrupp. Jungen sind statistisch öfter betroffen als Mädchen, zudem tritt Pseudokrupp vermehrt in den Wintermonaten auf, wenn Erkältungen und grippale Infekte vermehrt auftreten.

Als Krupp generell bezeichnet man eine Entzündung der Kehlkopfschleimhaut und der Luftröhre, die oft durch eine Diphtherie ausgelöst wird. Letztere ist durch Schutzimpfungen mittlerweile zum Glück sehr selten geworden. Der Pseudokrupp ist deutlich harmloser als der normale Krupp, weist aber ein paar Überschneidungen innerhalb der Symptomatik auf, weswegen er als Pseudokrupp bezeichnet wird.

Welche Symptome treten bei Pseudokrupp auf und wie wird es behandelt? 

Da der Kehlkopf entzündet ist, kommt es bei Kindern zu Heiserkeit, auch ein ‚bellender‘ Husten und pfeifende Geräusche beim Einatmen können sich dazugesellen. Der Husten tritt meist anfallsartig auf, meistens in der Nacht. Durch die Entzündung des Kehlkopfes schwellen die Schleimhäute an und das Atmen wird erschwert, was zu leichter Atemnot führen kann. Viele Kinder werden dadurch verunsichert und haben das Gefühl oder Angst zu ersticken, was die Atemnot verschlimmern kann. Akute Erstickungsgefahr droht bei Pseudokrupp nur in sehr seltenen Fällen, trotzdem sollte ein Notarzt / eine Notärztin gerufen werden, wenn das Kind akute Atemnot bekommt, die sich verschlimmert.

Bei einem Anfall sollten vor allem die Eltern Ruhe bewahren, um ihr Kind nicht zusätzlich zu verunsichern. Eine aufrecht sitzende Position, beruhigendes Zureden und frische Luft (z.B. am geöffneten Fenster) können bei einem akuten Anfall wirken. Auch Kortison-Zäpfchen oder abschwellender Saft haben sich bei sehr starker Atemnot bewährt, diese werden aber nur vom Arzt / der Ärztin verschrieben, wenn es nötig ist. Der Großteil der erkrankten Kinder hat nur milde Symptome, die sich innerhalb von zwei Tagen in der Regel legen.

Kommt es zu einem Atemnotanfall, der sich durch die oben beschriebenen Maßnahmen nicht mildern lässt, sollte ein Rettungswagen unter der Rufnummer 112 gerufen oder das Kind schnellstmöglich ins nächste Krankenhaus gefahren werden. Bei Letzterem kann es helfen, während der Fahrt die Fenster etwas zu öffnen, um Luftaustausch im Fahrzeug zu haben, was die Symptome ggf. etwas mildert.  

Referenzen:

Gesundheitsinformation. Pseudokrupp. [zuletzt zitiert am 15.09.2022]. URL: https://www.gesundheitsinformation.de/pseudokrupp.html#:~:text=Bei%20einem%20Pseudokrupp%20ist%20der,beim%20Einatmen%20und%20leichte%20Atemnot.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Pseudokrupp (Kruppsyndrom). [zuletzt zitiert am 15.09.2022]. URL: https://www.kindergesundheit-info.de/themen/krankes-kind/erkrankungen/pseudokrupp-kruppsyndrom/

Wetzke M, Hansen G.: Stenosierende Laryngitis im Kindesalter. Monatsschr Kinderheilkd 164, 359 (2016).

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