Du möchtest gesunde Beikost für Deinen Nachwuchs? Du kannst ganz einfach Babybrei selber machen! Hier findest Du ein paar leckere Rezepte für Deinen Nachwuchs.

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Babybrei ganz einfach selber herstellen

Hier findest Du einige Rezepte, wie Du Babybrei selber machen kannst. Wie Du Beikost schrittweise einführst und wann Du damit starten solltest, kannst Du hier nochmal nachlesen. Beikost besteht aus mehreren Breien, die Du nach Belieben kombinieren kannst: dem Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei, dem Milch-Getreide-Brei, dem Getreide-Obst-Brei und schließlich aus der Familienkost. Es gibt im Supermarkt eine Vielfalt an industriell hergestellter Beikost, allerdings sind diesen oft unnötige Konservierungsstoffe oder Aromen zugesetzt. Wenn Du selbst Beikost für Dein Kind herstellen möchtest, solltest Du darauf achten, dass Du hochwertige und frische Lebensmittel, am besten in Bioqualität, wählst. Auch sollte selbst hergestellte Beikost frei von Salz, Zucker und Gewürzen sein.

Was ist wichtig bei selbst hergestellter Beikost?

Für eine gesunde Verdauung und Fette, die das Baby benötigt, sollte dem Brei etwas Öl zugefügt werden. Am besten eignet sich Raps-, Sonnenblumen- oder Leinöl. Olivenöl sollte im ersten Lebensjahr nicht verwendet werden, da es oft von Schadstoffen belastet ist. Auf 100 Gramm Brei reicht in der Regel ein Teelöffel Öl. 

Da Vitamin C bei der Aufnahme von Eisen hilft, solltest Du dem Brei zusätzlich etwas Fruchtsaft beifügen. Dies gilt vor allem für den Mittagsbrei mit Fleisch oder Getreide (vegetarische Variante), damit die wichtigen Nährstoffe gut vom Körper aufgenommen werden. Am besten eignet sich Direktsaft aus 100% Früchten. Am beliebtesten sind Apfel-, Birnen oder Orangensaft. Letzterer besitzt den höchsten Gehalt an Vitamin C, ist aber am geschmacksintensivsten. Zwei bis drei Esslöffel Fruchtsaft im Brei reichen aus, um die Eisenaufnahme Deines Kindes zu verbessern. Wenn Du Saft geöffnet hast, ist er in der Regel nur wenige Tage haltbar. Um Reste nicht wegschütten zu müssen, kannst Du den Saft in Eiswürfelförmchen geben und einfach einfrieren. Hast Du Brei vorgekocht, solltest Du Saft sowie Öl immer erst nach dem Erwärmen zum Brei geben, damit wertvolle Vitamine sowie Fette erhalten bleiben. Eingefrorene Saftportionen kannst Du einfach unter den erwärmten Brei geben und dort auftauen lassen.

Um besonders viele Nährstoffe und Geschmack zu erhalten kannst Du einen Dampfgarer verwenden und das Gemüse anschließend zerdrücken oder mit einem Pürierstab zerkleinern. Da Babys vor allem am Anfang nur sehr wenige Löffel essen, kannst Du Brei gut auf Vorrat kochen und im Kühlschrank oder im Tiefkühler lagern. Vor allem das Portionieren in Eiswürfelförmchen hat sich als praktisch bewährt, um einzelne Portionen anzubieten. Du kannst sie unmittelbar vor dem Essen im Wasserbad oder in der Mikrowelle auftauen. Brei sollte nicht mehr als einmal erwärmt werden. Es sollten bis zum fünften Lebensjahr keine Eier, Rohmilchprodukte oder rohes Fleisch verwendet werden, da eine erhöhte Infektionsgefahr besteht.

Babybrei selber machen: Rezepte für Beikost

Im Folgenden findest Du ein paar Rezepte, die Du ganz einfach für Deinen Nachwuchs nachkochen kannst!

Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei:

100 Gramm gekochtes oder dampfgegartes Gemüse (z.B. Möhren, Pastinaken, Brokkoli, Blumenkohl)

50 Gramm gekochte oder dampfgegarte Kartoffeln

30 Gramm gekochtes, mageres Fleisch (z.B. Pute, Hähnchenbrust, Rinderfilet, 1x pro Woche Fisch)

Zwei bis drei Esslöffel Saft (z.B. Orange oder Apfel)

1 EL Öl (z.B. Rapsöl)

Zubereitung: Gemüse und Fleisch nach dem Kochen pürieren, dann Saft und Öl hinzugeben. Falls der Brei zu dickflüssig ist, kann abgekochtes Wasser beigegeben werden.

Vegetarische Variante:

100 Gramm Gemüse (z.B. Möhren, Pastinake, Brokkoli, Blumenkohl)

50 Gramm Kartoffeln

1 EL Getreideflocken (z.B. Hafer, Dinkel oder Hirse)

Zwei bis drei Esslöffel Saft (z.B. Orange oder Apfel)

1 EL Öl (z.B. Rapsöl)

Zubereitung: Das Gemüse circa zehn Minuten kochen. Getreideflocken zugeben und circa fünf Minuten mitgaren. Alles pürieren und im Anschluss Öl und Saft zugeben.

Vollmilch-Getreide-Brei:

200ml Vollmilch oder H-Milch (3,5 Prozent Fett)

20 Gramm Getreideflocken (z.B. Hafer, Hirse oder Dinkel)

2 EL Obstsaft

Zubereitung: Die Getreideflocken in der Milch drei Minuten aufkochen lassen, anschließend den Obstsaft unterrühren.

Getreide-Obst-Brei

20 Gramm Getreideflocken (am besten Vollkorn, z.B. Hirse, Hafer oder Grieß)

90 ml Wasser

100 g Obst (zerdrückt, gerieben oder püriert)

1 TL Öl (z.B. Raps- oder Leinöl)

Getreideflocken ca. drei Minuten in Wasser aufkochen. Obst zugeben und in dem fertigen Brei Rapsöl zufügen.

Übergang zur Familienkost

Allmählich interessiert sich Dein Nachwuchs auch dafür, was es auf Deinem Teller gibt. Ein guter Übergang zur Familienkost ist die erste feste Kost in Form von Brotstückchen mit Butter, Frischkäse oder Marmelade oder Obst in Stücken. Kekse (am besten zuckerfrei) oder ein Naturjoghurt bieten sich ebenfalls als guter Zwischensnack an. Möchtest Du Dein Kind allmählich mit vom Tisch essen lassen, gibt es ein paar Einsteigerrezepte, die nicht nur Dir, sondern auch Deinem Kind munden werden!

Familienkost – Erste Rezepte: Frühstück:

Pfannkuchen mit Obstbeilage

  • 300 ml Milch (alternativ pflanzliche Milch)
  • ½ – 1TL Backpulver
  • 150g feine Haferflocken oder 200g Mehl (z.B. Dinkelvollkornmehl)
  • Ein Apfel, in dünne Stücke geschnitten

Zubereitung: Alle Zutaten (außer Obst) zu einem zähflüssigen Teig verarbeiten. Apfelstücke in eine Pfanne mit Öl geben und kurz anbraten. Obststücke anschließend mit Teig bedecken und pro Seite drei bis vier Minuten ausbacken. 

Tipp: Besteht eine Milcheiweißallergie, können die Pfannkuchen auch mit Mineralwasser hergestellt werden.

Mittagessen:

Pellkartoffeln mit Quark

  • 6 große, vorwiegend festkochende Kartoffeln
  • 200 g Quark
  • Kräuter für den Quark, z.B. Petersilie oder Dill

Zubereitung: Kartoffeln mit Schale waschen und in einem Topf 20-40 Minuten weichkochen. (Du solltest Deinem Nachwuchs zuliebe auf Salz im Kochwasser verzichten und kannst Deine Portion natürlich nachträglich mit Salz würzen oder kochst in zwei separaten Töpfen.)

Den Quark mit den Kräutern mischen. Wenn die Kartoffeln gar sind (am besten mit einem spitzen Messer den Stichtest machen), diese mit kaltem Wasser abschrecken und pellen. Fürs Baby die Kartoffel in kleine Stücke teilen. Anschließend mit Quark auf dem Teller anrichten.

Abendessen:

Möhrensuppe mit Wiener Würstchen

  • 3 Möhren
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • 1 EL Öl (z.B. Rapsöl)
  • Ein Wiener Würstchen

Zubereitung: Die Möhren schälen, waschen und klein schneiden. In einem Topf etwas Öl erhitzen und die Möhren kurz anbraten. Mit 400 ml Gemüsebrühe ablöschen und circa 8-10 Minuten leicht köcheln lassen. Anschließen mit einem Pürierstab die Suppe pürieren. Würstchen kleinschneiden, in die Suppe geben und ein paar Minuten bei geringer Hitze warm werden lassen.

Referenzen:

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Rezepte für Säuglingsbreie. 2019.

Bundeszentrum für Ernährung. Gesund ins Leben. Ernährung von Säuglingen Beikost Basiswissen. Fortbildung 2018.

Hilbig A, Lentze MJ, Kersting M. Einführung und Zusammensetzung der Beikost. Wissenschaftliche Evidenz und praktische Empfehlung in Deutschland. Monatszeitschrift Kinderheilkunde 2012; · 160:1089–1095.

Hofmann-Aßmus M. Beikost – je abwechslungsreicher desto besser. Pädiatrie 2017; 29 (6).

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