Endlich, der Nachwuchs ist da und kann nach lang ersehnten neun Monaten endlich in den Armen gehalten werden. Doch was tun, wenn sich in den kommenden Tagen einfach kein Glücksgefühl einstellen mag? Erfahre im folgenden Artikel alles über die Wochenbettdepression.

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Der Tag der Geburt des eigenen Kindes wird häufig als einer der schönsten Tage des Lebens bezeichnet. Auf diesen Tag, an dem Dein Kind das erste Mal das Licht der Welt erblickt, hast Du monatelang gewartet. Der Moment, in dem Du Dein Baby das erste Mal im Arm hälst, nachdem es in Deinem eigenen Leib herangewachsen ist, ist ein magischer Moment. Doch was, wenn sich infolge der Ankunft des kleinen Neuzugangs in eurer Familie anstelle des häufig propagierten grenzenlosen Glücks eine große Leere und Trauer einstellt? Was, wenn Deine Sorgen und Ängste anlässlich der neuen Verantwortungen so allgegenwärtig sind, dass es Dir schwerfällt, die vielen neuen Ereignisse zu genießen?

Solltest Du nach der Geburt Deines Kindes so empfinden, bist Du nicht allein! Das Auftreten einer depressiven Episode nach der Geburt eines Kindes wird als Wochenbettdepression – oder auch als postpartale Depression – bezeichnet und ist keinesfalls eine Seltenheit. Schätzungen zufolge erkranken etwa 10 bis 20 % aller Frauen nach der Geburt an einer Wochenbettdepression. Somit stellt diese Erkrankung eine der häufigsten mit der Geburt eines Kindes verbundenen Komplikationen dar. Der negative emotionale Zustand, der mit dieser Erkrankung einhergeht, sowie die aus einer Wochenbettdepression resultierenden Einschränkungen in Bezug auf die täglichen Aktivitäten können zunächst einmal erschrecken. Jedoch lässt sich die Erkrankung mithilfe von unterschiedlichen Therapieformen effektiv behandeln.

Was sind Wochenbettdepressionen?

Wochenbettdepressionen werden definiert als eine depressive Episode, die bei Müttern innerhalb der ersten Wochen und Monate nach einer Geburt auftritt. Dabei können unterschiedliche Symptome auftreten, die mit erheblichen Einschränkungen im sozialen und beruflichen Kontext verbunden sein können:

  • depressive Verstimmung, Traurigkeit, häufiges Weinen,
  • stark vermindertes Interesse oder verminderte Freude an den meisten oder allen Aktivitäten, sexuelle Unlust,
  • starke Gewichtszunahme oder -abnahme,
  • veränderte Schlafgewohnheiten (zu viel oder zu wenig schlafen),
  • motorische Verlangsamung oder motorische Unruhe,
  • Energieverlust, Müdigkeit, Erschöpfung,
  • Gefühl von Wertlosigkeit oder unangemessene Schuldgefühle,
  • eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit oder Schwierigkeiten, sich zu entscheiden,
  • Kopfschmerzen, Schwindel, Herzbeschwerden, andere psychosomatische Beschwerden,
  • Panikattacken, Zwangsgedanken,
  • Inneren Leere,
  • Zwiespältige Gefühle dem Kind gegenüber,
  • wiederkehrende Gedanken über den Tod oder Nachdenken über Suizid,

Zudem können ein übersteigertes Gefühl der Angst, der Reizbarkeit oder der Überforderung mit einer Wochenbettdepression einhergehen. Mütter, die nach der Geburt an der Erkrankung leiden, erleben häufig starke Sorgen bezüglich der Gesundheit und Nahrungsaufnahme ihres Babys und empfinden oft ein Gefühl von Hoffnungslosigkeit. Peripartale Angstzustände und peripartale Zwangsstörungen sind schwere Formen von peripartalen Angstreaktionen und werden als eigenständige Kategorie behandelt.

Der Verlauf einer Wochenbettdepression kann von Frau zu Frau sehr stark variieren. In einigen Fällen verschwinden die Symptome von selbst innerhalb von ein paar Wochen. In anderen Fällen hingegen können die Symptome, sollten sie unbehandelt bleiben, bis zu zwei Jahre nach der Geburt fortbestehen. Zudem kann eine unbehandelte Wochenbettdepression das Risiko steigern, bei der nächsten Geburt erneut eine depressive Episode zu erleben.

Etwa 70 % aller Mütter erleben unmittelbar nach der Geburt milde Symptome von Depressionen, die als Baby Blues bezeichnet werden. Baby Blues ist gekennzeichnet durch Traurigkeit, Labilität der Stimmung, Reizbarkeit und Ängstlichkeit. Dabei erreichen diese Symptome ihren Höhepunkt für gewöhnlich zwei bis fünf Tage nach der Geburt. Jedoch ist es wichtig, diese leichte Symptomatik von einer Wochenbettdepression zu unterscheiden. Die Symptome, die mit dem Baby Blues verbunden sind, lassen sich anhand ihres Schweregrads von einer Wochenbettdepression unterscheiden.

Der Baby Blues ist, im Gegensatz zu Wochenbettdepressionen, nicht mit Einschränkungen der täglichen Aktivitäten verbunden und verschwindet für gewöhnlich innerhalb der ersten zwei Wochen nach der Geburt. Allerdings kann er sich in einigen Fällen zu einer Wochenbettdepression entwickeln. Der Übergang zwischen der Symptomatik von Baby Blues und der einer Wochenbettdepression ist also fließend. Im Zweifelsfall sollte ein Arzt und / oder eine Hebamme konsultiert werden.

Was sind Risikofaktoren für die Entstehung einer Wochenbettdepression?

Eine Schwangerschaft sowie der Geburtsvorgang wirken sich auf den Hormonhaushalt aus, wodurch die Entwicklung einer Wochenbettdepression nach der Schwangerschaft begünstigt werden kann. Während der Schwangerschaft werden zum Beispiel in erhöhtem Maße von der Plazenta, dem Uterus und den Eierstöcken Corticotropin-ausschüttende Hormone freigesetzt, wodurch auch die Produktion anderer Hormone, wie zum Beispiel von Estrogen, bedingt wird. Die Ausschüttung von Estrogen wirkt erwiesenermaßen der Entwicklung einer Depression entgegen, indem das Hormon die Funktionsweise der Serotoninrezeptoren beeinflusst. Das Level von Serotonin im Gehirn steht mit der Anfälligkeit, depressive Symptome zu entwickeln, in Verbindung. Die Geburt des Kindes führt anschließend zu einem starken Rückgang der Freisetzung des Corticotropin-ausschüttenden Hormones, woraufhin die Produktion von Estrogen ebenfalls stark zurückgeht. Dies führt zu einem erhöhten Risiko, nach der Geburt des Kindes an einer Depression zu erkranken.

Ein weiteres Risiko für die Entwicklung einer Wochenbettdepression stellen körperliche Entzündungsreaktionen dar, die während des Geburtsvorgangs mit erhöhter Wahrscheinlichkeit auftreten können. Dies führt dazu, dass Schlafstörungen, Verhaltensauffälligkeiten sowie Stimmungsschwankungen auftreten können, die für eine Depression typische Symptome darstellen.

Auch die persönlichen Erfahrungen der Mutter können das Risiko, nach der Geburt an einer Depression zu erkranken, beeinflussen. So haben Frauen, die in der Vergangenheit bereits unter Depressionen oder Angststörungen litten, eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, nach der Geburt des Kindes erneut eine Depression zu entwickeln. Das lange Warten auf eine Schwangerschaft begünstigt ebenso wie eine vorhergehende Fehlgeburt die Entstehung einer Depression. Eine  ungeplante Schwangerschaft oder eine Schwangerschaft, die mit vielen Risiken einhergegangen ist, kann ebenfalls die Wahrscheinlichkeit erhöhen, an einer Wochenbettdepression zu erkranken. Mögliche Risiken schließen zum Beispiel einen Krankenhausaufenthalt während der Schwangerschaft, eine Frühgeburt, eine traumatische Geburtoder einen Notkaiserschnitt ein.

Als psychische Faktoren werden der Abschied von der Schwangerschaft, Abschied vom „Traum-Baby“, die persönlichen Einschränkungen, eine Identitätskrise, der Verlust der Selbstständigkeit, Verlust der Freiheit und Selbstbestimmung, Perfektionismus, Kontrollverlust und unverarbeitete Erfahrungen aus der eigenen Lebensgeschichte aufgeführt. Auch soziale Faktoren spielen eine große Rolle bei der Entwicklung einer Wochenbettdepression. In der Literatur und der Werbung herrscht ein idealisiertes Mutterbild und durch den Wegfall der Großfamilie und die dadurch resultierende mangelnden Unterstützung durch den Partner und das soziale Umfeld gerät die Mutter unter Druck. Die Beziehung zum Partner, zu Freunden und Eltern sowie Schwiegereltern verändert sich und die Mutter muss erst ihren neuen Platz in der Gesesellschaft finden.

Welche möglichen Konsequenzen kann eine Wochenbettdepression haben?

Die gedrückte Stimmung, die mit einem Interessenverlust und einer verringerten Motivation, die täglichen Tätigkeiten auszuführen, verbunden ist, kann sehr viel Leid bei der an Wochenbettdepressionen erkrankten Mutter verursachen. Da die Mutter, zusätzlich zu der Versorgung des Kindes, mit den eigenen emotionalen Empfindungen zu kämpfen hat, fällt es ihr schwerer, auf die Bedürfnisse des Kindes einzugehen und mit positiven Emotionen zu reagieren. So kann die Beziehung zu dem Kind leiden und das Bindungsverhalten des Kindes negativ beeinflussen. Jedoch kann eine Wochenbettdepression effektiv behandelt werden, so dass die betroffene Mutter die Zeit mit ihrem Kind wieder genießen und wieder voller Energie und Motivation die mit dem Muttersein verbundenen Tätigkeiten ausführen kann.

Welche Maßnahmen kann ich ergreifen, um der Entwicklung einer Wochenbettdepression entgegenzuwirken?

Unterschiedliche biologische Faktoren, unter anderem der Haushalt von Hormonen, wie Serotonin, Oxytocin oder Estrogen, stellen Risikofaktoren für die Entwicklung von Wochenbettdepressionen dar. Zudem kann der rapide Abfall des Levels von Fortpflanzungshormonen nach der Geburt bei einigen Müttern die Entwicklung einer Wochenbettdepression begünstigen. Jedoch können positive Umweltfaktoren auf die biologischen Risikofaktoren einwirken und der Entwicklung einer Wochenbettdepression positiv entgegenwirken. Eine gute emotionale Unterstützung sowie ein gesunder Lebensstil können Dir also dabei helfen, der Entwicklung einer Wochenbettdepression entgegenzuwirken und sich schneller von dieser zu erholen.

Suche Dir eine gute soziale Unterstützung

Zahlreiche Studien belegen, dass enge soziale Kontakte verbunden mit einer guten emotionalen Unterstützung vor der Entwicklung einer Depression schützen können. Scheue Dich also nicht, Dir Hilfe von guten Freunden und Verwandten zu suchen, um die alltäglichen Sorgen und Probleme besser bewältigen zu können. Dies wird sich in einem gesteigerten Wohlergehen äußern und kann vor psychischen Erkrankungen schützen.  Es gibt auch Haushaltshilfen oder Familienpflegerinnen, die Dich in der anstrengenden Zeit nach der Geburt unterstützen, falls Deine Familie weiter weg wohnt. Zudem ist es hilfreich, Dir professionelle Hilfe zu suchen, wenn Du mit schwierigen Lebenssituationen konfrontiert wirst, denen Du Dich nicht gewachsen fühlst. Achte bei der Wahl deiner Hebamme und Gynäkologin darauf, dass diese dich positiv unterstützen und nicht verunsichern.

Achte auf einen gesunden Lebensstil

Eine ausgewogene Ernährung hat einen beträchtlichen Einfluss auf die Entstehung von Wochenbettdepressionen. So kann eine Ernährungsweise, gekennzeichnet durch den ausreichenden Verzehr von Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, Fisch, Olivenöl sowie Milchprodukten, die Symptome einer Wochenbettdepression um bis zu 50 % reduzieren. Fleisch, Fisch und Getreide enthalten in hohem Maße Zink, das dem Auftreten einer Depression entgegenwirken kann. Werden genügend Lebensmittel gegessen, die viele Proteine sowie Zink enthalten, führt dies zu einer Reduktion der Serotoninwerte im Gehirn. Da eine erhöhter Serotoninspiegel Depressionen bedingt, schützt die Nahrungsaufnahme von Lebensmitteln, die diese wichtigen Nährstoffe enthalten, vor depressiven Symptomen.

Auch eine gesunde Schlafqualität kann das Risiko, nach der Geburt an einer Depression zu erkranken, mindern. Sollte die Mutter dauerhaft nicht genügend Schlaf bekommen, kann das ihre Kommunikationsfähigkeit, ihre mentale Gesundheit sowie ihre Lebensqualität negativ beeinträchtigen. Ausreichend ausgeschlafen fühlst Du Dich also allgemein wohler und auch die zwischenmenschliche Kommunikation wird Dir leichter fallen, was Dich vor den Symptomen einer Depression schützen wird. Zudem kann sich zu wenig Schlaf negativ auf Deinen Glukosestoffwechsel auswirken. Bekommt der Körper nicht die Gelegenheit, sich ausreichend zu erholen, sind die Glukosewerte im Blut erhöht, was zu einem erhöhten Risiko, an einer Wochenbettdepression zu erkranken, führen kann. Schlafe also immer, wenn dein Kind schläft. Strikte Ruhe nach der Geburt und in den ersten Wochen postpartum senken das Erkrankungsrisiko.

Eine Vielzahl von Studien belegt, dass sportliche Aktivität generell vor Depressionen schützt und auch zu einem Rückgang der Symptome einer Wochenbettdepression führen kann. So haben Forscher zum Beispiel herausgefunden, dass eine moderate körperliche Aktivität im dritten Schwangerschaftstrimester mit einem geringeren Risiko verbunden ist, sechs Wochen nach der Entbindung an Depressionen zu leiden. Durch sportliche Aktivität wird Deine Aufmerksamkeit auf die Umgebung gelenkt, wodurch eine Ablenkung von negativen Gedanken und eine Verbesserung der Stimmung erzielt wird. Zudem bewirkt das Treiben von Sport, dass das Vertrauen in die Fähigkeit, die eigenen Probleme effizient zu lösen, gestärkt wird. Durch das gesteigerte Selbstvertrauen wirst Du Dich den täglichen Aufgaben und Herausforderungen besser gewachsen fühlen, was mit einem erhöhten allgemeinen Wohlergehen einhergehen wird. Auf physiologischer Ebene bewirkt sportliche Aktivität, dass in erhöhtem Maße körpereigene Endorphine und Opioide ausgeschüttet werden und die Aktivität des Stresshormons Cortisol gehemmt wird, wodurch ebenfalls eine Verbesserung der Stimmung herbeigeführt wird.

Bezüglich des drastischen Hormonabfalls nach der Geburt stehen einige Prophylaxen-Methoden zur Verfügung

Plazenta-Prophylaxe

Du kannst aus der Placenta homöopathische Kügelchen machen, die Du bei Bedarf zu dir nimmst. Außerdem kannst Du auch die Plazenta nach der Geburt trocknen und pulverisieren und das Pulver bei Deinem Hormonabfall einnehmen.

Progesteron-Prophylaxe

Es besteht auch die Möglichkeite einer vorbeugenden Behandlung durch das natürliche Progesteron in Form einer Creme. Diese sind in ausgesuchten Apotheken erhältlich und werden auf die Oberschenken und Oberarme eingerieben.

Die oben genannten Faktoren können Dir dabei helfen, den Schweregrad einer Wochenbettdepression zu reduzieren oder im besten Fall der Entstehung der Symptomatik vorzubeugen. Jedoch solltest Du Dir, wenn Dein physischer und emotionaler Zustand mit der für eine Wochenbettdepression charakteristischen Symptomatik übereinstimmt, unbedingt professionelle Hilfe suchen. Unbehandelt können die Symptome einer Wochenbettdepression über Monate oder sogar Jahre nach der Geburt fortbestehen oder bei der Geburt des nächsten Kindes erneut auftreten.

Wie lässt sich eine Wochenbettdepression effektiv behandeln?

Studien konnten belegen, dass sich die Symptome einer Wochenbettdepression mittels psychologischer Therapieformen effektiv reduzieren lassen. Dabei stehen vor allem strukturierte Therapieansätze über einen eingeschränkten Zeitraum im Zentrum der psychologischen Forschung. Die Therapieansätze, die sich als am wirkungsvollsten erwiesen haben, schließen die Kognitive Verhaltenstherapie und Interpersonelle Psychotherapie ein.

  1. Kognitive Verhaltenstherapie: Dieser Therapieansatz zielt darauf ab, schädliche Gedankenmuster sowie Verhaltensweisen anzupassen, um eine positive Veränderung des emotionalen Zustands zu erzielen.
  2. Interpersonelle Psychotherapie: Die Therapieform richtet den Fokus auf den Effekt von interpersonellen Beziehungen und Lebensereignissen auf die Stimmung. In Folge dessen wird die Patientin dabei unterstützt, die interpersonellen Beziehungen in ihrem Leben zu verbessern, um die Umstellung, die mit der Geburt des Kindes einhergeht, besser bewältigen zu können.

Auch die Behandlung mit Psychopharmaka kann zu einer Reduzierung der Symptome einer Wochenbettdepression beitragen. So können, sollten die psychotherapeutischen Methoden nicht ausreichend anschlagen, eine sehr schwere Symptomatik vorliegen oder eine schnelle Reduzierung der Symptome von Nöten sein, zusätzlich Medikamente verschrieben werden. Dabei gibt es einige Medikamente mit depressionshemmender Wirkung, die auch während des Stillens eingenommen werden können.

Sollte es Dich treffen und die erste Zeit mit Deinem Kind durch Deine eigene emotionale Lage etwas betrübter aussehen, als Du es erwartet hast, mach Dir keine Vorwürfe. Bei der Entwicklung einer Wochenbettdepression spielen viele, teils komplexe Faktoren eine Rolle, die sich zudem gegenseitig verstärken können und Deinen Gemütszustand und Dein Verhalten beeinflussen können.

Bei einer Wochenbettdepression handelt sich um eine häufig auftretende, mitunter mit vielen Einschränkungen verbundene Erkrankung, die jedoch mit professioneller Hilfe erfolgreich überwunden werden kann. Jedoch kannst auch Du selbst durch Deinen eigenen Lebensstil einen beträchtlichen Beitrag zu Deiner Heilung leisten. Habe also etwas Geduld mit Dir und gib vor allem die Hoffnung nicht auf! Achte auf Dich und darauf, was Dein Körper braucht, und es wird Dir leichter fallen, die mit vielen Herausforderungen verbundenen ersten Wochen nach der Ankunft Deines kleinen Neuzugangs besser bewältigen zu können. Weitergehend kannst Du Dich bei der Stiftung Deutsche Depressionhilfe oder bei Schatten & Licht e.V. über das Thema informieren und Unterstützung finden.

Hier noch einmal das Wichtigste im Überblick:

  • Etwa 6–13 % aller Frauen erkranken nach der Geburt eines Kindes an einer Wochenbettdepression, die sich unter anderem in einer gedrückten Stimmung, Motivationsproblemen oder emotionalen Problemen, wie zum Beispiel Freudlosigkeit äußert.
  • Eine Wochenbettdepression ist von dem sogenannten Baby Blues zu unterscheiden, der bei etwa 70 % aller Frauen auftritt und durch eine leichtere Symptomatik gekennzeichnet ist.
  • Hormonschwankungen nach der Geburt, in der Vergangenheit erlebte psychische Erkrankungen sowie eine durch viele Risiken gekennzeichnete Schwangerschaft stellen Risikofaktoren für die Entstehung einer Wochenbettdepression dar.
  • Eine Wochenbettdepression kann viel Leid bei der Mutter verursachen und zu Schwierigkeiten der Mutter im Umgang mit dem Kind führen.
  • Soziale Unterstützung sowie ein gesunder Lebensstil können der Entstehung einer Wochenbettdepression entgegenwirken und bereits vorhandene Symptome verringern.
  • Eine psychotherapeutische Behandlung hat sich als sehr effektiv für die Behandlung von Depressionen erwiesen.

Referenzen:

Steward D. E., C.M, M.D, Vigod, S., M.D. Postpartum Depression. The New England Journal of Medicine 2016; 2177-2186.

Ghaedrahmati M, Kazemi A, Kheirabadi G, Ebrahimi A, Bahrami M. Postpartum depression risk factors: A narrative review. Journal of education and health promotion 2017; 6, 60. https://doi.org/10.4103/jehp.jehp_9_16

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