Pneumokokken sind Bakterien, die Krankheiten wie Mittelohr – oder Lungenentzündungen hervorrufen können, letztere kann unter Umständen lebensbedrohlich verlaufen. Doch wie behandelt man eine Pneumokokken-Infektion?

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Pneumokokken: Vor allem Säuglinge und kleine Kinder sind gefährdet

Pneumokokken sind Bakterien, die Krankheiten wie Mittelohr – oder Lungenentzündungen hervorrufen können, letztere kann unter Umständen lebensbedrohlich verlaufen. Laut der World Health Organization (WHO) zählen Pneumokokken-Infektionen weltweit zu der häufigsten Todesursache. Pneumokokken kommen im Rachenraum bei etwa 5 – 20 % der Weltbevölkerung vor, ohne, dass eine Erkrankung ausbrechen muss. Breiten sich die Bakterien im Körper aus, können die verschiedene Erkrankungen auftreten. Vor allem Kinder sind gefährdet, weswegen die STIKO seit Juli 2006 eine Impfung empfiehlt, denn vor allem bei immungeschwächten Personen kann sich eine Pneumokokken-Infektion lebensbedrohlich auswirken. Da Säuglinge und kleine Kinder noch kein ausgebildetes Immunsystem besitzen, gilt es vor allem diese Altersgruppe zu schützen. Weltweit sterben jährlich etwa zwei Millionen Menschen an einer Pneumokokken-Infektion, 50% davon sind Kinder.

Krankheitsbild

Die Bakterien werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. Eine vorangegangene Erkältung mit einer Infektion der oberen Atemwege begünstigt eine Pneumokokken-Infektion, deswegen ist sie vor allem in den Wintermonaten verbreitet. Ein Großteil aller eitrigen Hirnhautentzündungen unter Kindern wird durch Pneumokokken ausgelöst, auch eine Blutvergiftung (Sepsis) ist keine Seltenheit. In der Regel tritt bei einer Infektion plötzliches Fieber auf und das Kind wirkt apathisch. Bei Ausbreitung auf die Hirnhaut kann es zu Steifigkeit im Nacken kommen. Pneumokokken breiten sich rasch aus, weswegen es schon innerhalb von 24 Stunden zu einem schweren Krankheitsverlauf kommen kann. Eine Infektion wird in der Regel mit Antibiotika behandelt, bei einer schweren Infektion werden diese intravenös verabreicht, weswegen eine intensivmedizinische Überwachung im Krankenhaus vonnöten ist.

Impfung gegen Pneumokokken

Eine Impfung kann ab dem zweiten, vollendeten Lebensmonat durchgeführt werden. Für Säuglinge werden drei Impfungen empfohlen. Die zweite Impfung wird im Alter von vier Monaten empfohlen, die dritte zwischen dem elften und 14. Monat. Frühchen, die vor der 37. Schwangerschaftswoche auf die Welt kommen, werden vier Impfungen empfohlen: Die erste im Alter von zwei Monaten, die zweite im Alter von drei Monaten, die dritte im Alter von vier Monaten und abschließend die vierte zwischen dem elften und 14. Monat. Impfungen gegen Pneumokokken können ohne Probleme mit anderen Impfungen durchgeführt werden. Als Nebenwirkungen können Fieber, Erschöpfung und Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Nach ein bis drei Tagen klingen die Nebenwirkungen in der Regel ab. Für weitere Informationen solltest Du Dich an Deinen Kinderarzt / Deine Kinderärztin oder Hebamme wenden.

Referenzen:

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Pneumokokkenimpfung bei Kindern. Köln 2016.

Robert Koch Institut. Schutzimpfung gegen Pneumokokken. 2020 [zuletzt zitiert am 02.12.2021]. URL: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Impfen/Pneumokokken/FAQ-Liste_Pneumokokken_Impfen.html

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